Der MetaTrader 4 und der automatische Handel

Eine Daytrading-Handelsplattform für Privatanleger, die in den letzten Jahren sehr häufig in Erscheinung getreten ist, ist der MetaTrader von Metaquotes. Den MetaTrader gibt es in der Zwischenzeit in zwei verschiedenen Versionen. Der MetaTrader 4, kurz MT4, kam 2005 auf den Markt. Die Veröffentlichung des MetaTraders 5, kurz MT5, fand etwa sechs Jahre später, nämlich im Jahr 2011 statt. Der MT5 ist jedoch kein direktes Nachfolgemodell des MT4, sondern kann eher als eine Neuentwicklung betrachtet werden, da er in vielerlei Hinsicht als weitaus flexibler gilt.

Das Repertoire an Funktionen

Der MetaTrader ist generell sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Privatanleger geeignet, da er neben dem Standardrepertoire an Funktionen auch etliche erweiterte Funktionen bietet. Das Ausstattungsmerkmal, welches wohl am wesentlichsten zur Beliebtheit und weiten Verbreitung des MetaTrader beigetragen hat, ist mit Sicherheit der sogenannte MetaEditor. Dieses Tool macht den MetaTrader zur einer leistungsstarken Entwicklungungebung für diverse kleine Programme, die das Trading erleichtern und sogar ganz übernehmen sollen. Mit dem MetaEditor ist der Nutzer in der Lage Skripte in der Programmiersprache MQL zu entwickeln. In einem zweiten Schritt ist es dann möglich, diese Skripte in die Systemumgebung in Form von Indikatoren oder in Form von sogenannten Expert Advisors zu integrieren. Unter einem Expert Advisor, kurz EA, versteht man bei Metaquotes ein automatisches Handelssystem.

Den MetaTrader 4 mit Expert Advisors erweitern

Expert Advisors sind kleine Programme, die mit der Sprache MQL geschrieben werden können und die mit wenigen Mausklicks geladen und abgespielt werden können. Da diese Integration recht schnell und einfach verläuft, kann im Grund genommen jeder den MetaTrader 4 mit Expert Advisors erweitern. Viel schwieriger ist es eher, eine geeignete Strategie zu finden. Dem Expert Advisor liegt nämlich eine vom Händler definierte Handelsstrategie zugrunde, die entweder auf der Technischen Analyse oder auf mathematische Modellen beruhen kann. Auf diese Weise ist es im Grunde genommen möglich, den Computer nach zuvor aufstellten Regeln handeln zu lassen. Das Programm kann dabei den gesamten Handelsablauf übernehmen. Im Klartext heißt das, das die Software die Handelssignale generieren kann, unter Umständen eine Position eröffnet und auch wieder schließt. Automatische Handelssysteme sind eine gute Möglichkeit, um die Emotionen des Händlers, die eventuell zu Fehlentscheidungen führen könnten, außer Acht zu lassen.

Das Backtesting von Expert Advisors mit dem MetaTtader

Ein nützliches Feature des MetaTraders ist die sogenannte Backtesting-Funktion. Mit diesem Tool kann getestet werden, ob ein bestimmter Expert Advisor in der Vergangenheit profitabel gewesen wären. Dieses Werkzeug kann im Rahmen der Entwicklung von Handelssystemen gute Dienste leisten.

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